Die Ostermoorer Boien

Die­ser Teil der Web­site ist der Geschich­te der Boi­en aus der Bau­erschaft Oster­moor im Kirch­spiel Bruns­büt­tel in Dit­mar­schen gewid­met. Der Autor wur­de auf einem ehe­ma­li­gen Boi­en-Hof gebo­ren und ist, wie schon am Vor­na­men zu erken­nen, ein Abkömm­ling die­ses Geschlechts.

Die Oster­moo­rer Boi­en lei­ten sich von einem (Han­ne­cken?) Ties ab, der um 1465 gebo­ren wur­de. Des­sen Sohn Ties Johann († vor 1561) war Eigen­tü­mer von min­des­tens zwei Höfen in der Bau­erschaft Oster­moor, dem „Oster­hoff“ und dem „Wes­ter­hoff“. Der Name „Boye“ gelang­te um zir­ka 1575 mit der Geburt von Ties Johans Claus Boye in die Fami­lie. Ihm und sei­nem Sohn Boy­en Claus Boye (* zir­ka 1600; † 1668/69) ver­dan­ken die Boi­en ihren Fami­li­en­na­men.

Boy­en Claus Boye war der Begrün­der eines Boi­en-Hofs (1637) im äußers­ten Osten der Bau­erschaft Oster­moor. Um 1700 besa­ßen die Boi­en den größ­ten (Wilcken Boye I) und dritt­größ­ten (Johann Boye der Jün­ge­re) Hof in der Bau­erschaft. Die schwe­ren Sturm­flu­ten der Jah­re 1717, 1718 und 1720/21 erzwan­gen die fast voll­stän­di­ge Aus­dei­chung des Oster­moo­rer Arre­als. Die Oster­moo­rer Boi­en ver­lie­ßen ihre Höfe und wan­der­ten nach Wes­ter­büt­tel (Wilcken I) bzw. War­fen (Johann der Jün­ge­re) aus. Nach der Wie­der­ein­dei­chung des Gebie­tes (1762) besa­ßen Nach­kom­men der bei­den Boy­en-Lini­en wie­der grö­ße­re Höfe im jetzt so genann­ten „Neu­en Koog“ (spä­ter Bruns­büt­tel­koog). Bei­de Boi­en-Höfe wur­den spä­ter an Feils ver­kauft, näm­lich an Mar­ten Feil (1783) und des­sen Sohn Mar­ten Feil dem Jün­ge­ren (1831).

Damit war die Geschich­te der Boi­en aus Oster­moor aber noch nicht been­det. Peter Boie (* 1813; † 1844), gebür­tig im Neu­en Koog und ein Nach­kom­me der von Wilcken Boye I begrün­de­ten Linie, erwarb zusam­men mit sei­ner 17-jäh­ri­gen Ehe­frau Catha­ri­na Mag­da­le­na Peters aus Wes­ter­büt­tel im Jah­re 1834 einen Hof, der ursprüng­lich deren Groß­va­ter, dem Oster­moo­rer Mül­ler Peter Mei­nert, gehört hat­te. Der Süd­teil die­ses neu­en Boi­en-Hofs wur­de 1934 nach dem Tode von Johan­nes Niko­laus Boie an Jakob Frau­en ver­kauft, wäh­rend der Nord­teil noch bis 1969 von einem Nach­fah­ren der Oster­moo­rer Boi­en (Hein­rich L. Feil) bewirt­schaf­tet wur­de. Somit gelang­te auch die­ser Boi­en-Hof zumin­dest teil­wei­se in den Besitz der Fami­lie Feil.

Übersicht der Personen

Der oben erwähn­te Johan­nes Niko­laus Boie war der letz­te der Oster­moo­rer Boi­en, der noch im Gebiet der alten Bau­er­schaft Oster­moor leb­te und dort einen Hof bewirt­schaf­tete. Jedoch gab es dort bis 1969 noch Nach­fah­ren sei­ner Schwes­ter Katha­rina Hele­ne Boie, dar­un­ter den Autor die­ser Zei­len − er ist ein Uren­kel von Katha­rina Hele­ne Boie, und Johan­nes N. Boie ist somit mein Urgroß­on­kel. Mei­ne Geschich­te der Oster­moo­rer Boi­en las­se ich daher mit mei­ner Urgroß­mutter Katha­rina Hele­ne Boie begin­nen.